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Feuerwehr Klipphausen

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Rechenschaftsbericht der JFw Klipphausen für das Jahr 2005 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mirko Knöfel   

FFw Klipphausen
Jugendfeuerwehr Klipphausen
Klipphausen, 21.02.2006

Die Jugendfeuerwehr Klipphausen zählte bis zum 31. Dezember 2005 sechzehn Mitglieder. Im Dienstjahr 2005 wurden 6 Kinder in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. Im Gegensatz dazu schieden zwei Kameraden aus Klipphausen altersbedingt aus der Jugendfeuerwehr aus und gingen in den aktiven Dienst der Feuerwehr über. Außerdem verließen zwei Mitglieder berufsbedingt und aufgrund anderer Interessen unsere Jugendfeuerwehr. Somit erhöhte sich der Personalbestand im Vergleich zum Jahr 2004 um zwei Mitglieder und der Altersschnitt sank auf 13,8 Jahre.

Damit setzt sich die Jugendfeuerwehr Klipphausen wie folgt zusammen:

  • 11 Mitglieder aus Klipphausen und Sachsdorf
  • 2 Mitglieder aus Weistropp und Kleinschönberg
  • 2 Mitglieder aus Röhrsdorf
  • 1 Mitglied aus Sora

Die Aktivitäten der JF Klipphausen im vergangenen Jahr lassen sich in drei Bereiche gliedern und auswerten:

Das erste Drittel beschreibt die Ausbildung der Kameraden. In den monatlich durchgeführten Diensten wurden technische und theoretische Fachkenntnisse vermittelt und vor allem praktisch angewendet. Dadurch konnte der Ausbildungsstand weiter verbessert werden.

Dabei wurden nicht nur Grundkenntnisse vermittelt, sondern auch spezielle Situationen, wie z. Bsp. Funkkenntnisse bei einem simulierten Einsatz, durchgespielt. Von dem hohen Ausbildungsstand der Kameraden konnte sich jeder bei unserem Feuerwehrfest überzeugen. Dort wurde ein Pkw Brand mit einem Schaumangriff in nur 10min vollständig gelöscht. Hierbei möchte ich hervorheben, dass der Einsatz der Kinder ohne Vorbereitung erfolgte!

Als Abschluss des Ausbildungsjahres fand im Oktober wieder eine Einsatzübung statt. Als Novum wurde die Übung diesmal gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren Scharfenberg und Wilsdruff durchgeführt. Mit insgesamt 4 Löschgruppen wurde ein Dachstuhlbrand des Alten Kinos in Wilsdruff bekämpft. Per Innenangriff musste eine vermisste Person gesucht werden. Außerdem hatten sich zwei Personen auf ein Vordach gerettet, die einmal mittels Sprungtuch und zum anderen mittels Steckleiter gerettet werden mussten. Diese komplexen Ansprüche erfüllten alle jungen Kameraden mit großem Eifer. Weiterhin war eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Jugendfeuerwehren zu erkennen. Dies macht mich sehr optimistisch, dass die Kinder auch in der späteren aktiven Wehr Hand in Hand zusammen arbeiten werden. Daran kann sich manche Feuerwehr ein Beispiel nehmen.

Zu dem Bereich Ausbildung gehört auch das Wettkampfgeschehen der Jugendfeuerwehr. Die Vorbereitungen dazu begannen wir im April und beendeten sie im Oktober. Besonders im vergangenen Jahr zeigte sich die Wirkung der Trainingsbahn am Fürstenbusch. Sie bietet der Jugendfeuerwehr, aber auch den Kameraden der Feuerwehr, optimale Vorraussetzungen um sich auf die Wettkämpfe vorzubereiten.

Durch die vielen Mitgliederzu- und -abgänge mussten die Gruppen teilweise neu zusammengestellt werden. Trotz erschwerter Bedingungen konnten bei den Vergleichswettkämpfen der Jugendfeuerwehr in der Disziplin „Löschangriff“ folgende Ergebnisse erzielt werden:

  • 30.04.2005 Mohorn 1. , 4. Platz
  • 13.06.2005 Deutschenbora 4. , 6. Platz
  • 25.06.2005 Bockwen 1. , 2. Platz
  • 03.09.2005 Klipphausen 1. , 4. Platz
  • 17.09.2005 Ziegenhain 1. , 1. Platz
  • 01.10.2005 Wilsdruff 2. , 10. Platz

Diese Ergebnisse verdienen Anerkennung wenn man bedenkt, dass z.B. in Wilsdruff die Mannschaften zum Wettkampftag erstmals in dieser Zusammenstellung starteten und vorher noch nie zusammen trainiert haben.

Das zweite Drittel beschreibt den Ausgleich zur allgemeinen Feuerwehrarbeit. Allen voran steht unser fünftes feuerwehrinternes Zeltlager vom 18. – 22. August. Dieses wurde erstmalig gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Scharfenberg organisiert und durchgeführt. Alle 11 Betreuerinnen und Betreuer arbeiteten gemeinsam an Aufgaben der Ausbildung, des Zusammenlebens und der Freizeitgestaltung. Mit rund neunzig Teilnehmern war das Grillfest mit Eltern und Gästen ein Indikator für den Erfolg und das Gelingen des Zeltlagers. Somit waren die insgesamt 500 Arbeitsstunden der Helfer in der Vorbereitung nicht umsonst, sondern trugen zu einem weiteren großen Schritt der Kameradschaftspflege und feuerwehrübergreifender Zusammenarbeit bei.

Außerdem unterstützten die jungen Kameraden tatkräftig unser Feuerwehrfest zum 60 jährigen Jubiläum. Ob es organisatorische Sachen oder Programmpunkte waren, jeder half wo er kann. Dadurch wurde auch unsere Jugendfeuerwehr, die im vergangenen Jahr ihr 10 jähriges Bestehen feierte, gebührend repräsentiert.

Jedoch fördern nicht nur solche Großereignisse Motivation und Kameradschaftlichkeit, sondern auch viele kleinen und spontanen Aktionen. So erinnert sich jeder gern an das Schlittenfahren auch wenn da der eine oder andere den Schneebällen nicht ausweichen konnte. Auch der gemeinsame Badespaß in Miltitz setzt ein Zeichen, dass die Arbeit der Jugendfeuerwehr nicht nur für Ausbildung sondern auch für Spiel und Spaß steht.

Weitere Höhepunkte im vergangenen Jahr waren im November das Martinsfest und im Dezember die Jahresabschlussveranstaltung mit den Helfern des Zeltlagers sowie unsere Weihnachtsfeier.

Das dritte Drittel beschreibt die Arbeiten der JF Klipphausen im Natur- und Umweltschutz. Auch im Jahr 2005 haben die Kameraden ihre Vorstellungen der Pflege des Fürstenbusches, der Wilden Sau und des 3km langen Wanderweges umgesetzt und dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz und zur Verschönerung des Landschaftsbildes der Gemeinde Klipphausen geleistet.

Dieses Projekt umfasst die wöchentliche Säuberung des Wanderweges, die die Kameraden der Jugendfeuerwehr selbstständig erfüllen, und zwei Umweltschutztage. Die beiden Umweltschutztage dienten zum einen zur Säuberung des Baches und zum anderen der Befestigung des letzten Wegstückes durch den Wald. Durch den großen Eifer der Kinder konnten wir diese Maßnahme abschließen.

Im vergangenen Jahr wurde ich gebeten, unser Projekt im Rahmen der Kreisjugendfeuerwehr bei der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes vorzustellen. Leider findet solch eine Jugendarbeit nicht überall so großes Interesse und Anerkennung. Fast keiner der Delegierten und des Verbandsvorstandes informierte sich über die Arbeit der Jugend.

Diese drei Bereiche bilden den Alltag der Jugendfeuerwehr Klipphauen und stellen ein sehr hohes Arbeitspensum aber auch das hohe Niveau unserer Jugendfeuerwehr dar. Den kleinsten Anteil daran bildet das Naturschutzprojekt mit rund 250 Arbeitsstunden im Jahr 2005. Hinzu kommen die Stunden der Kameraden bei Ausbildung und Wettkampfgeschehen mit insgesamt 987 Stunden. Die Freizeitangebote der Jugendfeuerwehr wurden mit insgesamt 325 Stunden gestaltet. Somit leistete die Jugendfeuerwehr Klipphausen im Dienstjahr 2005 1562 Stunden. Dabei betrug die durchschnittliche Anwesenheit der Kameraden bei 79%.

Außerdem wurde in der Grundschule Sachsdorf die Arbeitgruppe „Junge Brandschutzhelfer“ gegründet. In dieser werden Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren mit den Aufgaben der Feuerwehr vertraut gemacht und im Brandschutz geschult. Gemeinsam mit Kamerad Andreas Kirschke betreue ich jede zweite Woche eine Gruppe von durchschnittlich 6 Kindern.

Obwohl ich auf das Können und den Kameradschaftsgeist der Kinder nur stolz sein kann, zeigt mir der vergleichsweise niedrige Mitgliedszahl und der Austritt zweier Mitglieder, dass es immer schwerer wird, neue Kinder zu begeistern und diese auch genügend zu motivieren. Glücklicherweise können wir dem allgemeinen Trend der zurückgehenden Mitgliederzahlen noch entgegenwirken, doch langfristig müssen die Jugendfeuerwehren, die Ortswehren und auch die Gemeinde in punkto Jugendarbeit neue Wege gehen. Es darf zukünftig nicht mehr nur das Ziel sein den Ausrüstungsbestand zu sichern, sondern es sollte mehr Wert auf die Freizeitgestaltung der jungen Kameraden gelegt werden! Ich empfehle daher, dass in gemeinsamer Runde mit den Wehrleitern, den Jugendwarten und der Gemeinde über neue Wege und Strukturen nachgedacht wird.

Dazu gehört natürlich in erster Linie die Unterstützung durch die aktive Wehr. Ohne Hilfe der Kameraden der Feuerwehr Klipphausen wäre diese qualitativ hochwertige Jugendarbeit nicht möglich. Deswegen gilt mein besonderer Dank meinem Stellvertreter Franz Jorschick. Außerdem danke ich Detlef Kammler, Axel Knöfel, Dirk Rentsch, Steffen Veit, Jens Kutzsche sowie zahlreichen weiteren Kameraden. Und natürlich ganz besonders Andreas Jähnigen, der zwar seine Funktion als Stellvertretender Jugendwart gegen die des Gerätewartes eingetauscht hat, aber die Arbeit mit der Jugend doch nicht ganz sein lassen kann.

Ich hoffe auf weiterhin so gute Zusammenarbeit, auf das die JF Klipphausen auch in diesem Jahr ihr hohes Niveau halten kann.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. Januar 2009 um 13:41 Uhr
 
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